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Diakonisches Werk Leine-Solling
Schuldnerberatung

Weihnachtsgeld und Pfändungen

Kurz vor Weihnachten werden in den Betrieben die Sonderzahlungen ausgezahlt. Wenn eine Lohnpfändung vorliegt, sollte man überprüfen (lassen), ob die Pfändung korrekt ausgeführt wurde. Und auch bei den Pfändungsschutzkonten (P-Konto) muss man ggf. Vorkehrungen treffen, damit nicht der gesamte Betrag an den Gläubiger geht...........    (PDF-Datei)


Änderungen im Pfändungsschutz ab 01.07.2015

Zum 01.07.2015 sind die Freibeträge bei einer Lohnpfändung den gestiegenen Lebenshaltungskosten angepasst worden. Aus dem Einkommen geschützt sind nun

    1079 € für den Alleinstehenden
    1480 € bei Unterhaltsverpflichtung für eine Person (Ehefrau oder Kind)
    1710 € bei Unterhaltsverpflichtungen für zwei Personen (Ehefrau und Kind, zwei
               
    Kinder)

sowie weitere 230 € für jede weitere unterhaltsberechtigte Person. Maximal werden fünf Personen berücksichtigt. Kindergeld wird bei einer Lohnpfändung nicht berücksichtigt, auch wenn es z.B. im öffentlichen Dienst mit dem Lohn ausgezahlt wird.

Auch die Freibeträge für ein bestehendes Pfändungsschutzkonto (P-Konto) wurden erhöht. Die Änderungen werden von der Bank/Sparkasse automatisch übernommen – neue Bescheinigungen sind nicht erforderlich.

Wurde jedoch ein gerichtlicher Freigabe-beschluss erlassen, müssen die Freigrenzen durch einen weiteren Antrag beim Vollstreckungsgericht herauf gesetzt werden.

Seit dem 01.01.2012 führt die Änderung der gesetzlichen Regelung dazu, dass auch Sozialleistungen und Kindergeld nicht mehr automatisch bei Kontopfändungen geschützt sind. hier ist die Umwandlung des Kontos in ein P-Konto notwendig, um den Pfändungsschutz zu erhalten. Dabei ist auch zu beachten, dass ein Pfändungsschutzkonto nicht als Gemeinschaftskonto geführt werden kann - die Umwandlung in ein Einzelkonto wird notwendig. Problematisch kann es auch werden, wenn das zukünftige P-Konto überzogen ist. Viele Geldinstitute verlangen vor der Umwandlung einen Ausgleich des Minusbetrages.

Weitere Informationen zum Pfändungsschutzkonto finden Sie hier (P-Konto)

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